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Manchmal möchte man von einem Buch einfach nur unterhalten werden, nicht nachdenken müssen, wenn man es liest und sich dabei noch amüsieren. Keine komplizierte Handlung, keine blutrünstigen Serienmörder, einfach nur eine nette Geschichte, die Spass macht beim Lesen!

Genau so ein Buch ist “Park Avenue Prinzessinnen” von der Britin Plum Sykes, die eigentlich eine erfolgreiche Modejournalistin ist. In ihrem Debütroman über das Leben und die Geheimnisse reicher New Yorkerinnen erzählt passenderweise eine junge Britin vom alltäglichen Dasein der jungen und schönen High Society-Girls des Big Apple.

Ihre Einblicke erhält sie auch wirklich aus erster Hand, ist doch ihre beste Freundin quasi die Park Avenue Prinzessin überhaupt: Julie Bergdorf, Erbin der berühmten Kaufhausdynastie. Wir erfahren was wirklich wichtig ist im Leben, nämlich muss man unbedingt das richtige Blond tragen, das vom richtigen Friseur gefärbt wurde und das pünktlich alle dreizehn Tage. Zudem muss der Teint die perfekte Farbe haben, natürlich nicht von einem schnöden Solarium, sondern vom “Portofino Tanning Salon”.
Desweiteren wird das Leben einer Park Avenue Prinzessin bestimmt von schmerzhaften Bikini-Enthaarungen, dem Ergattern von Einladungen zu Hermès- und Chanel-Sonderverkäufen, exzessivem Bellinikonsum auf Benefizveranstaltungen und exklusiven Partys - und natürlich dem obersten Ziel einer jeden Park Avenue Prinzessin: Den richtigen Verlobten zu finden!

Auch unsere Erzählerin ist auf der Suche nach einem waschechten New Yorker Verlobten, obwohl ihre Mutter täglich aus England anruft und sie bekniet, doch den Earl von nebenan zu heiraten. Und es gelingt ihr tatsächlich, sich auf einer Party einen der angesagtesten Junggesellen New Yorks zu angeln, einen berühmten Fotografen. Verlobt ist man schnell, doch dann wird es schwierig, denn der Verlobungsring lässt auf sich warten und auch der Mann selber macht sich bald rar….

Hier eine kleine Leseprobe:

Ich habe:

1. einen Akupunkteur à 99 Dollar für 90 Minuten
2. einen Ashtanga-Yoga-Lehrer à 70 Dollar für 70 Minuten
3. einen Osteopathen à 150 Dollar für 25 Minuten
4. einen Chiropraktiker à 100 Dollar für 15 Minuten
5. einen Heiler aus Gujarat (Indien), der kein Geld nimmt
6. einen Gynäkologen à 350 Dollar für die Worte ” möglicherweise kein Eisprung, bin mir aber nicht sicher”
7. einen Hypnotherapeuten à 150 Dollar für 60 Minuten
8. einen Spezialisten für kognitive Verhaltenstherapie à 200 Dollar für 55 Minuten
9. einen Psychotherapeuten à 40 dollar für 90 Minuten (zu billig, kann nichts taugen)
10. ein Medium à 250 Dollar für 60 Minuten
11. eine Masseurin à 125 Dollar für 40 Minuten

Ich bin nicht im Wellness-Center. Ich habe einen New Yorker Nervenzusammenbruch. Sowas ist teuer.

Fazit: Kein anspruchsvolles Buch, aber angenehme Leseunterhaltung für Frauen. Und wirklich witzig geschrieben, ich hatte viel Spass beim Lesen!

Dieser Artikel wurde geschrieben von Nena

Dieser Eintrag wurde erstellt am Sonntag, 15. Februar 2009 ist abgelegt unter "Allgemein, Frauen, Humor, Roman".
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